Häufig gestellte Fragen

Warum hat Dura Vermeer die Initiative für das Projekt Ohé en Laak ergriffen?

Wasserfestes Bauen passt zu den Überzeugungen von Dura Vermeer in Bezug auf die Wasserproblematik in den Niederlanden. Dura Vermeer verfügt diesbezüglich über Erfahrung. Der Erholungspark Maasterp in Ohé en Laak gehört zu einem der Gebiete, die vom Ministerium für Wohnungsbau, Raumordnung und Umwelt für Experimente mit Wasserwohnungen bestimmt wurden. Es handelt sich dabei um einen sogenannten EMAB-Standort (Experimenteren Met Aangepast Bouwen).

 


Was ist so besonders an einem EMAB-Standort?

Die EMAB-Standorte sind Gebiete, die Ende 2005 vom Ministerium für Wohnungsbau, Raumordnung und Umwelt zu Gebieten erklärt wurden, in denen mit angepassten Bauprojekten im Deichvorland von Flüssen experimentiert werden darf. Das heißt, dass an diesen Standorten wasserfest gebaut werden muss, wobei die Bauten den natürlichen Durchfluss des Flusswassers und eventuelle zukünftige Maßnahmen im bzw. am Fluss nicht behindern dürfen. Die Maasvillen Ohé en Laak erfüllen diese Anforderungen.



Warum hat es so lange gedauert, bis dieser EMAB-Standort entwickelt werden konnte?

Aufgrund von Überschwemmungen entlang der Maas 1995 trat 1997 die Leitlinie Ruimte voor de Rivier (Raum für den Fluss) in Kraft. Diese Leitlinie schränkt Bauaktivitäten im Flussbett stark ein. Inzwischen ist man von dieser Perspektive abgewichen und ist die Projektentwicklung unter der Voraussetzung erlaubt, dass der Durchfluss jetzt und in der Zukunft nicht behindert wird, dass sogar Maßnahmen zur Förderung des Durchflusses genommen und die Sicherheitsvorschriften erfüllt werden. Neben EMAB gilt nunmehr auch die Beleidslijn Grote Rivieren (Leitlinie Große Flüsse). Da jetzt wieder unter bestimmten Voraussetzungen im Flussbett gebaut werden darf, nahm die Entwicklung zusätzlich Zeit und Sorgfalt in Anspruch.

Ist Dura Vermeer bei weiteren EMAB-Standorten involviert?

Ohé en Laak ist momentan unser einziges EMAB-Projekt.

Gibt es noch weitere EMAB-Standorte, an denen in der kommenden Zeit gebaut wird?

An mehreren EMAB-Standorten sind momentan Entwicklungen im Gange. Dura Vermeer ist daran jedoch nicht beteiligt. Ohé en Laak hat aber in Bezug auf die Entwicklung eine Vorreiterrolle inne. Es ist das erste Projekt, das jetzt gebaut wird.

Welche Genehmigungen mussten beantragt werden, um diesen Plan zu realisieren?

Die Genehmigungen im Zusammenhang mit dem niederländischen Gesetz Wet Beheer Rijkswaterstaatswerken, COBO-Maas und der vom niederländischen Wasserwirtschaftsamt ausgegebenen Genehmigung Keur vergunning Waterschap. Darüber hinaus gibt es noch weitere Raumordnungsverfahren, für die die betreffenden Genehmigungen eingeholt werden mussten.



Ist dies für Dura Vermeer das erste Projekt dieser Art?

Nein. Ohé en Laak ist unser fünftes Bauprojekt mit Wasserwohnungen. Zu unseren früheren Projekten gehört ein Projekt mit schwimmenden und amphibischen Häusern in Maasbommel, ein schwimmendes Gewächshaus in Naaldwijk, ein schwimmender Pavillon in Rotterdam und eine schwimmende Vogelinsel in Rotterdam/Maasvlakte.

Was ist der große Unterschied zu den schwimmenden und amphibischen Wohnhäusern in Maasbommel?

Der Entwurf der Häuser ist anders. In Ohé en Laak wohnt man auch im Schwimmkörper, während der Schwimmkörper beim Maasbommel-Projekt als Abstellraum fungiert. Die Wasservillen in Ohé en Laak liegen zudem viel tiefer im See. Der Höhenunterschied in Maasbommel beläuft sich auf höchstens zwei Meter. In Ohé en Laak dagegen ist der Höhenunterschied jedes Jahr mindestens zwei Meter und bei extremen Bedingungen bis zu acht Meter. Dabei lösen sich die amphibischen Bauten vom Fundament.



Was sind die Gemeinsamkeiten mit dem Projekt in

Maasbommel?

Das Prinzip der schwimmenden Häuser ist identisch: der Schwimmkörper und das Holzskelett.

Woraus besteht ein schwimmendes Haus?

Die Betonkonstruktion einer Maasvilla misst 60 Quadratmeter. Die Wohnung umfasst zwei Stockwerke und einen Balkon (10 m2). In der Betonwanne befinden sich drei Schlafzimmer und zwei Badezimmer. Im Obergeschoss befinden sich Wohnzimmer, Küche und Balkon.



Warum bauen Sie in Phasen und nicht alle 32 Häuser auf einmal?

Die Häuser müssen am Ufer gebaut werden, damit Baumaterial auf die herkömmliche Art herangeschafft werden kann. Aufgrund des Platzmangels ist es nicht möglich, alle Häuser auf einmal zu bauen. Außerdem ist der Bau an den Verkauf gekoppelt.



Wie lange dauert der Bau eines Hauses?

Etwa acht Monate.

 


Erfährt die Umgebung eine Belästigung aufgrund der Bauaktivitäten?

Kaum. Finden die Bauaktivitäten in der Winterzeit statt, geht es im Jachthafen sehr ruhig zu.


Schwimmende Häuser, amphibisches Bauen: Wie sieht das technisch aus?

Damit sich die amphibischen Häuser den Wasserbewegungen anpassen können, ruhen diese auf Schwimmkörpern aus Beton, die an Haltepfählen festgemacht sind. Bei Niedrigwasser ruhen die Wohnhäuser auf einem Fundament aus Pfählen. Darüber befindet sich ein Holzskelett, damit das Haus so leicht wie möglich bleibt. Damit die Häuser nicht abtreiben können, sind sie so an flexiblen Haltepfählen verankert, dass Wellenbewegungen aufgefangen werden können. Die schwimmenden Häuser schwimmen permanent, während die amphibischen Häuser erst bei Hochwasser schwimmen und bei Niedrigwasser auf einem Fundament aus Pfählen stehen.


Werden die Schwimmkörper aus Beton vor Ort gebaut oder kommen sie vorgefertigt aus der Fabrik?

Die Schwimmkörper werden vor Ort gebaut.


Wie wahrscheinlich ist es, dass bei Ohé en Laak Hochwasser entsteht, sodass die amphibischen Häuser schwimmen?

In Ohé en Laak ist der Höhenunterschied jedes Jahr mindestens zwei Meter und bei extremen Bedingungen bis zu acht Meter. Dabei lösen sich die amphibischen Bauten vom Fundament. Das kann mehrmals pro Jahr auftreten.


Warum haben Sie sich für Schwimmkörper aus Beton entschieden und nicht für ein Produkt wie Flexbase (Styropor und Beton), das Sie selbst entwickelt haben?

Wegen der erwünschten Unterkellerung der Häuser, wo sich Schlafzimmer und Badezimmer befinden. Außerdem handelt es sich beim Bau eines Hauses mit Flexbase um ein vollkommen anderes Konzept. Bei einzeln schwimmenden Häusern ist eine Betonwanne kostengünstiger.


Wie sieht es in Bezug auf Anschlüsse wie Kanalisation und Strom aus?

Alle Anschlüsse zum Ufer, einschließlich Strom, Kabel, Telefon, Kanalisation und andere Infrastruktur werden flexibel ausgeführt, um große Wasserstandsdifferenzen ausgleichen zu können. Kabel befinden sich in Bündeln auf einer Kabeltrommel und können automatisch auf- und abgerollt werden. Des Weiteren verfügt jedes Haus über ein eigenes Abwasserpumpwerk, sodass Abwasser auch bei Hochwasser noch abgepumpt werden kann.


Bis zu welchem Wasserstand können die Maasvillen steigen?

Die Maasvillen können eine Wasserstandsdifferenz von bis zu acht Metern problemlos ausgleichen.


Wie wird die Sicherheit der Bewohner gewährleistet?

Die Bewohner erhalten von der Verwaltung ein Bewohnerhandbuch und Protokolle.


Haben Sie schon erlebt, dass beispielsweise die Häuser in Maasbommel gestiegen sind?

Ja, sicher. Das war letztes Jahr, während des extremen Hochwassers.


Wie sieht der Aufbau bzw. die Architektur aus?

Für den oberen Gebäudeteil wurde eine Gewicht sparende Holzskelettkonstruktion gewählt.

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Wegbeschreibung

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